Karte vom Bike-Sharing wird zum eindrucksvollen Stadtbild

0

Wie Fischschwärme bewegen sich die Radfahrer über die Stadtgebiete in Berlin, London und New York. Es ist eine optisch sehenswerte Visualisierung des Urban Complexity Lab der FH Potsdam  aus GPS-Daten von Bike-Sharing-Angeboten eine Stadtkarte der anderen (schöneren) Art.

Radfahren ist eines der Mobilitätsthemen in Städten. In London gibt es die Idee, U-Bahnschächte zu nutzen, im Ruhrgebiet und anderen Regionen baut man Radschnellwege aus und Kopenhagen macht in Sachen Fahrrad-Infrastruktur und -Verkehr sowieso vieles vor und geht voran. Bedenkt man, dass die Städte durch den Zuzug von mehr Menschen immer voller werden und damit auch die Belastung durch den Verkehr steigt, stellt Radfahren eine Alternative zu anderern Fortbewegungsformen dar. Das ist nicht neu, aber das Zweirad als eine der urbanen Transportmittel der Zukunft ist nicht so abwegig. Besonders dann, wenn man sich die die Staus in den asiatischen Mega-Cities ins Gedächtnis ruft.

Daten für die Stadt-Mobiliät

Neben dem Ausbau von Wegen ist für das Radfahren in der Stadt noch etwas anderes wichtig, das vor dem eigentlich Bau stattfindet: Das Sammeln von Daten, wie die Menschen in den Städten Radwege (oder auch andere Wege) mit ihren Fahrrädern und auch Radstationen nutzen. Denn nur so lassen sich Wege effektiv verbinden und, wo nötig, neue Radwege anlegen.

Das Projekt cf. city flows setzt dort an und Till Nagel and Christopher Pietsch verbinden verschiedene GPS-Daten von drei Städten: New York (Manhattan), Berlin (Innenstadt) und London. Deutlich wird so, wohin gefahren wird und wo die Bike-Sharing-Angebote genutzt werden, aber auch wie sich das Radfahren von Stadt zu Stadt unterscheidet.
Letztlich könnte dies in Kombination mit anderen Stadt-Daten dem Aufbau, dem Ausbau und der Verbesserung der Radwege und des Radverkehrs dienen: Wo gibt es Hürden für den Radverkehr und warum? Welche städtischen Gründe gibt dafür (oder auch welche geographischen)? Wie ist das Nutzerverhalten? Aber abseits von der Umgestaltung des urbanen Verkehrs zu einer umweltfreundlicheren Mobiliät, sieht die Visualisierung auch einfach schön aus.

Share.

About Author

Timo Klippstein

Interessiert sich für Stadtkultur und verfolgt den Wandel in der Arbeits- und Medienwelt. Schaut und spielt gerne Basketball. Arbeitet beim Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW in der Kommunikation.Schreibt bei Medium als @klippklar.

Leave A Reply

*