Barnraiser: Crowdfunding für nachhaltige Landwirtschaft mit hoher Erfolgsquote

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Die amerikanische Crowdfunding-Plattform Barnraiser hilft, Projekte für regional und nachhaltig produzierte Nahrungsmitteln zu finanzieren – und feiert dabei erstaunliche Erfolge.

Ob Kickstarter, Indiegogo oder Startnext – eine Erfolgsrate von 82 Prozent bei der Finanzierung von Projekten liegt wohl für alle dieser großen Crowdfunding-Plattformen in weiter Ferne. Nicht so für Barnraiser, eine auf gesunde Nahrung und Nachhaltigkeit spezialisierte US-Webseite, die diese beachtliche Erfolgsquote vermelden kann. Zugegebenermaßen ist die Gesamtzahl der Projekte auf Barnraiser im Vergleich mit den anderen Plattformen aber auch noch deutlich geringer.

Durchschnittlich 12.000 US-Dollar erzielte jedes erfolgreich finanzierte Crowdfunding-Projekt laut einem Forbes-Bericht zusammen. Das ist viel Geld für die kleinen, regionalen Crowdfunding-Projekte, die im Fokus von Barnraiser liegen. Das großspurig formulierte Ziel der Gründer ist es, eine Milliarde US-Dollar in die Hände derer zu bringen, die den Weg zu einer nachhaltigen und gesunden Lebensmittelwirtschaft bereiten. Die im April 2014 gestartete Webseite will also mit einer Graswurzelrevolution von unten einen gesellschaftlichen Wandel fördern.

Barnraiser

Projekte auf barnraiser.com benötigen eine Mindestsumme von 2.000 US-Dollar.

Die Projekte auf Barnraiser widmen sich dabei nicht nur ökologischer Landwirtschaft, lokalen Gärten und den im Namen aufgeführten Scheunen (engl. „barn“), sondern auch anderen Bereichen der Ernährung – etwa Kochkurse und Bildung. Gleichzeitig bietet Barnraiser den Mitgliedern über Blog-Beiträge die Möglichkeit, sich untereinander zu vernetzen und auszutauschen.

Wie nobel die Ziele auch sein mögen – auch eine Crowdfunding-Plattform will finanziert werden. Vergleichbar mit Kickstarter verlangt Barnraiser bei erfolgreicher Projektfinanzierung eine Gebühr von fünf Prozent. Dazu kommen Abgaben von vier bis fünf Prozent für die Zahlungsdienstleister. Aus Deutschland können Projekte aktuell zwar unterstützt, jedoch nicht gestartet werden – das ist bislang Nutzern aus den USA vorbehalten.

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About Author

Kam über die Auseinandersetzung mit Peak Oil zu den Themen Ressourcenknappheit, Energiewende und Transition Town Movement. Schreibt sonst für einen Technikverlag über IT-Themen und Mobile Computing.

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