Ein Fächer voller Inspiration: Das Eco Design Tool unterstützt Entwickler dabei, nachhaltiger zu produzieren

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Wer ein ökologisch nachaltiges Produkt oder Verfahren entwickelt, sollte sämtliche Auswirkungen von Anfang an mitdenken: Das Eco Design Tool hilft dabei mit Denkanstößen.

Wenn ich etwas kaufe, ein Handtuch zum Beispiel, weiß ich inzwischen meist, wie dessen Produktionsbedingungen sich auf die Umwelt auswirken. Viele Produkte weisen Informationen über ihre Herstellung aus. Das ist gut. Noch besser: Einen Schritt davor ansetzen

Das macht das Entwickler-Trio des Eco Design Tools. Die drei Autoren richten sich mit ihrem Werkzeug an Gestalter, Ingenieurinnen und Techniker oder auch Unternehmerinnen, die enormen Einfluss darauf haben, wie ein Gegenstand gebaut und gestaltet wird. Denn einen Großteil der ökologischen Auswirkungen eines Produkts definieren sie bereits vor der Herstellung, indem sie das Material, die Konstruktion und den Zweck festlegen. Nachträgliche Änderungen sind oft aufwändig.

Das Foto zeigt einen Fächer, auf dessen einzelnen Blättern Begriffe wie Langlebigkeit oder Reparierbarkeit stehen.

Kreislauf, Trennbarkeit, Autarkie: Verschiedene Begriffe helfen dabei, die Eigenschaften der Produkte nachhaltig zu entwickeln. Foto: Screenshot.

Diesen Ansatz fand ich interessant, da er an Prinzipien wie Kreislaufwirtschaft, die Cradle2Cradle-Idee oder an die Blue Economy denken lässt und sich dort anschlussfähig zeigt, wo das Ende eines Produkts nicht nur von Anfang mitgedacht wird, sondern im besten Fall die Grundlage für etwas Neues darstellt. Hier ein kurzer Blick auf den Fächer der frischen Ideen.

Nutzen, Material, Realisation

Die Autoren des Eco Design Tools geben Entwicklern einen Fächer in die Hände, mit dem sie ökologisch nachhaltige Produkte entwerfen können. Der Fächer besteht aus 40 Karten mit verschiedenen Begriffen, die sich den drei Kategorien Nutzen, Material und Realisation zuordnen lassen. Unter „Material“ finden die Benutzer dann zum Beispiel einen Begriff wie „Lebensdauer“, unter „Nutzung“ das Wort „Instandhaltung“.

Neue Ideen aufgefächert

Ausgehend von einer Startkarte, die sich mit dem neuen Produkt oder der geplanten Änderung am ehesten verbindet, leitet ein Punktesystem die Benutzer dabei über mehrere Karten zu weiteren Begriffen. Entlang dieser Leitlinien regen die verschiedenen Begriffe des Eco Design Tools dazu an, über die Produktidee und auch die Herstellungswege zu reflektieren. So geführt, gibt es Denkanstöße zu wichtigen Kriterien des neuen Verfahrens oder Produkts – wie zur Wahl des Materials, die mit Blick auf Schadstoffe oder die Rolle in der Kreislaufwirtschaft sehr wichtig ist, oder auch zur Möglichkeit, die Ware später zu warten oder zu reparieren.

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About Author

Timo Klippstein

Interessiert sich für Stadtkultur und verfolgt den Wandel in der Arbeits- und Medienwelt. Schaut und spielt gerne Basketball. Arbeitet beim Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW in der Kommunikation.Schreibt bei Medium als @klippklar.

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