Blümchenfutter: GreenLab Berlin gewinnt Bio-Dünger aus Abfällen

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Ob Balkonblumen in der Stadt oder Gemüsegarten auf dem Land – wer das Gärtnern für sich entdeckt, steht schnell vor der Frage: Welchen Dünger soll ich verwenden?

Eine Antwort auf diese Frage will das junge Unternehmen GreenLab Berlin geben, das gerade erfolgreich eine Crowdfunding-Kampagne auf der deutschen Plattform startnext abgeschlossen hat. Die Berliner haben zwei Biodünger entwickelt, die aus Abfällen hergestellt werden, die bei der Kakao- und Zuckerrübenverarbeitung in Deutschland anfallen. Im Sinne des Cradle-to-Cradle-Prinzips sollen bei der Produktion keine neuen Abfälle anfallen. Für das ökologische Gesamtkonzept wird außerdem Wert auf eine nachhaltige Verpackung gelegt, die etwa bei der Flasche des Flüssigdüngers mit 70 Prozent weniger Plastik auskommen soll.

Seinen zwei neu entwickelten Biodüngern hat Greenlab Berlin sympathische Namen gegeben: Der Flüssigdünger für Balkon und Terrasse heißt „Blümchenfutter“, der Feststoffdünger in Pellet-Form wurde „Pimp my Gärtchen“ getauft. Beide werden im Webshop für 9,90 Euro angeboten. In der nun abgeschlossenen Crowdfunding-Kampagne hat das Berliner Startup die Fundingschwelle von 30.000 Euro erreicht. Mit dem Geld wollen die Unternehmer die Produktionskapazitäten ausweiten und die Forschung für weitere Produkte finanzieren.

Wer hat’s erfunden?

GreenLab Berlin entstand als Ausgründung der Berliner Humboldt-Universität. Gegründet wurde das Startup von den beiden Agrarwissenschaftlerinnen Sabine Schäfer und Ines Eichholz sowie dem Wirtschaftsingenieur Daniel Kania. Für ihr junges Unternehmen haben sie es sich zum Ziel gesetzt, Abfallprodukte der Lebensmittelindustrie für einen umwelt- und klimafreundlichen Gartenbau nutzbar zu machen.

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Manuel Medicus

Kam über die Auseinandersetzung mit Peak Oil zu den Themen Ressourcenknappheit, Energiewende und Transition Town Movement. Schreibt sonst für einen Technikverlag über IT-Themen und Mobile Computing.

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