Little Sun Charge: Sonnenlicht für Smartphones

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Der dänische Künstler Olafur Eliasson und sein Unternehmen „Little Sun“ haben erfolgreich eine Kickstarter-Kampagne abgeschlossen, um ein solarbetriebenes Ladegerät für Smartphones, Tablets und andere Gadgets zu finanzieren: das „Little Sun Charge“. 2.080 Menschen haben das Projekt mit 265.448 Euro per Crowdfunding unterstützt.

Den Angaben von Little Sun nach soll das Ladegerät mit seinem 2-Watt-Solarpanel nach fünf Sonnenstunden ein Smartphone aufladen; besonders eignet es sich für den Einsatz im Outdoorbereich: einfach am Rucksack hängen lassen und Sonne tanken. Das Little Sun Charge wiegt 335 Gramm und verfügt über einen Micro-USB-Anschluss. Im März 2016 plant das Start-Up die Auslieferung.

Zuvor hatte Eliasson bereits eine Lampe entwickelt, die mit Solarenergie betrieben wird: die „Little Sun“. Die Miniaturlampe in Form einer Sonne soll auch Menschen mit Licht versorgen, die keinen (konstanten) Zugang zu einem Stromnetz haben. Seither hat das Projekt nach eigenen Angaben mehr als 200.000 Lampen weltweit vertrieben. Sein Entwurf zu „Little Sun“ wurde 2012 in der Londoner Tate Gallery of Modern Art ausgestellt.

Little Sun zwischen Design, Kunst und social business

Insofern ist bei Little Sun einerseits der Design-Aspekt und der künstlerische Gedanke wichtig zentraler als bei anderen ähnlichen Firmen. Denn es gibt bereits solarbetriebene Produkte wie Taschen oder auch Ladegeräte, die z.T. leistungsstärker sind und auch weniger Geld kosten (siehe die Beispiel von Anker oder Sunnybag). Hier rückt der andere Aspekt von Little Sun in den Fokus: Es versteht sich als soziales Unternehmen (und nicht als Charity-Projekt). Das bedeutet, dass es mit kleinen, lokalen Unternehmern zusammenarbeitet und diese auch schult, ihre Unternehmen professionell auf- oder auszubauen . Diese vertreiben dann wiederum Lampen von „Little Sun“.

Das Foto zeigt eine Lampe in Form eine Sonne.

Lädt und leuchtet: die Lampe Little Sun. Foto: Little Sun.

Olafur Eliasson selbst beschäftigt sich als Künstler viel mit physikalischen Phänomenen wie etwa Reflexionen und der Wirkung von Spiegeln oder auch der Bewegung von Licht und Wasser. Er lebt und arbeitet in Berlin und Kopenhagen.

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Timo Klippstein

Interessiert sich für Stadtkultur und verfolgt den Wandel in der Arbeits- und Medienwelt. Schaut und spielt gerne Basketball. Arbeitet beim Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW in der Kommunikation.Schreibt bei Medium als @klippklar.

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