Sortieren Waren nach Nachhaltigkeit: die Künstler Honey und Bunny

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DIe Produkte im Supermarktregal sind normalerweise nach Preisen und Marken sortiert. Nicht so in einem Supermarkt in Wien: Im Rahmen des SOHO-Festivals hatte die Künstlergruppe Honey & Bunny ein Projekt umgesetzt, bei dem Waren nach dem Kriterium der Nachhaltigkeit neu in ein Regal eingeräumt werden. Wer also in dem Supermark einkaufte und Produkte zusammentrug, sah im Anschluss, wie nachhaltig sein Einkauf war und welche Produkte, wie abschneiden. What you see is what you get – mal anders herum.

Nachhaltigkeit der Waren in vielen Facetten

Das Projekt sollte natürlich zum Nachdenken anregen: über die Herstellungsbedingungen der Produkte selbst, aber auch über andere Faktoren, wie die soziale Facette der Nachhaltigkeit. Denn wenig bewusst sind vielen Menschen die schlechten Arbeitsbedingungen in anderen Ländern, wo Rechte für Arbeitnehmer kaum bestehen.

Das Foto zeiigt einen Warenkorb mit Gemüs. Die Künstlergruppe sortiert die Produkte nach der Nachhaltigkeit.

Der Warenkorb ist meist nach Preis, Marken und anderen Kriterien gefüllt. Die Künstlergruppe sortiert die Produkte nach der Nachhaltigkeit. Foto via Pexel, CC0.

Honey-und-Bunny-Mitstreiter Martin Hablesreiter sagte orf.at, dass die bunte Warenwelt eines Supermarktes zum gedankenlosen Konsumieren einlade. Die Performance von Honey und Bunny verdeutlichte, was sonst versteckt ist: der Zusammenhang zwischen Produkt, Herstellung und Kauf – oder aus einer anderen Perspektive: zwischen Arbeiter, Händlern und Produzenten sowie den Käufern.

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Timo Klippstein

Interessiert sich für Stadtkultur und verfolgt den Wandel in der Arbeits- und Medienwelt. Schaut und spielt gerne Basketball. Arbeitet beim Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW in der Kommunikation.Schreibt bei Medium als @klippklar.

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